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Die Burg Limperich ist jeden Freitag ab 19 Uhr für Mitglieder, Freunde und  Interessenten offen!

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Nebelkerzen über der Burg Limperich

Unter dem Schlagwort : „Die Limpericher Burg den Limpericher Bürgern“ fordert der Bürgerverein Limperich e. V. Bürgerinnen und Bürger auf, sich an einer Unterschriftenaktion zu beteiligen, um u.a. „die denkmalpflegerische Sicherung der 900-jährigen Burganlage zu verwirklichen“.

Aber wissen die Bürgerinnen und Bürger wirklich, wofür sie sich einsetzen, wenn sie sich in die Unterschriftenliste eintragen? Ein Blick in den vom Denkmalverein und Bürgerverein an die Bezirksvertretung Beuel gestellten Bürgerantrag (1312796NV3) kann für Aufklärung sorgen.

Wörtlich heißt es dort: “ Hauptziel … muss die bessere Ablesbarkeit der historischen Burganlage sein, insbesondere des ehemaligen Turmhauses, das nach Maßgabe des letztbekannten Zustandes (1725) zu rekonstruieren ist, während seine neuzeitlichen Anbauten teilweise zu entfernen sind“.

Im Klartext : Die von den Funkamateuren benutzten Räumlichkeiten in dem Anbau aus dem 19. Jahrhundert, der ebenfalls unter Denkmalschutz steht, sollen zurückgebaut werden, so dass nur die nackten Ruinen stehen bleiben und irgendwann vielleicht einmal das Turmhaus restauriert wird – falls Mittel vorhanden sind, die dann die Stadt Bonn aufbringen soll.

Die Funkamateure lässt man damit im wörtlichen Sinne im Regen stehen, aber nicht nur die Funkamateure sondern auch die Limpericher Vereine. Es ist vereinbart, dass die Vereine die Möglichkeit erhalten sollen, die Räumlichkeiten der Burg für Vereinszwecke mit zu benutzen. Die Funkamateure haben der Verwaltung und den politischen Instanzen bereits eine entsprechende Verpflichtungserklärung vorgelegt, die auch den Zugang für die Öffentlichkeit einschließt .

Der Bürgerverein selbst hat in einem Gespräch in der Sendung „Salzstreuer“ in Radio Bonn/Rhein-Sieg die Knappheit an geeigneten Räumlichkeiten für das Vereinsleben beklagt. Jetzt sollen diese Chancen mutwillig vertan werden. Die Vertreter des Bürgervereins fanden es sogar : „gut, dass die Funker fest in der Burg sind denn es macht sich immer gut, wenn ein Gebäude bewohnt ist und ein fester Ansprechpartner vorhanden ist“. Da fragt sich doch der normale Zeitgenosse, welche Interessen dem Bürgerverein mehr am Herzen liegen –puristische Ruinen oder ein mit (Vereins-)Leben erfülltes Denkmal, das immerhin eine Gebrauchsimmobilie ist?

Die IGBF e. V. (Interesengemeinschaft Bonner Funkamateure zur Förderung der Völkerverständigung und Internationalen Gesinnung) ist ein Verein, der den internationalen Charakter der Bundesstadt Bonn besonders stützt, die Partnerschaft Bonn-Potsdam mit Leben erfüllt und junge Menschen an ein Hobby heranführt , das ihr Interesse für Technik weckt und damit zu Berufen führt, die in Deutschland dringend gebraucht werden.

Verwunderlich ist, dass der Denkmal- und der Bürgerverein die hohen Investitionen, die die IGBF e. V. aus eigenen Mitteln für die Erhaltung der Burg aufgewandt hat, nirgendwo erwähnen. Das passt offenbar nicht ins Konzept. Die Webseite der IGBF (http://www.igbf.de/) informiert ausführlich über diese im Einvernehmen mit der Unteren Denkmalbehörde getroffenen Maßnahmen. Diese wurden vertraglich vereinbart anstelle eines monatlich zu zahlenden Mietzinses. Ohne die Anlage eines Kanalanschlusses vor ca. 20 Jahren wären z.B. die mittelalterlichen Mauerzüge längst von Feuchtigkeit durchzogen und vermutlich nicht mehr existent.

Für die Zukunft hat die IGBF im Rahmen einer Bauvoranfrage schon vor zwei Jahren ganz konkrete Pläne zur Restaurierung des Denkmals Burg Limperich vorgelegt , die sich aus früheren Plänen ableiten, die die IGBF bei einer Architektenklasse der Fachhochschule Köln eingeholt hat . Der Bauvoranfrage folgte ein rechtsbeständiger Bauvorbescheid.

Es ist nicht Sache der IGBF, zu den vom Vorsitzenden des Denkmal-und Geschichtsvereines Bonn (RR) gegen die Verwaltung der Bundesstadt Bonn erhobenen Vorwürfe Stellung zu nehmen. Kenner der Materie wissen aber, dass sie der Grundlage entbehren. Insbesondere ist unrichtig, dass die Untere Denkmalbehörde nicht in die vorbereitenden Gespräche zur Einräumung des Erbbaurechts einbezogen worden sei.

Die IGBF lebt seit 50 Jahren in guter Nachbarschaft mit den Limpericher Bürgerinnen und Bürgern und hat mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie durchaus bereit ist, auf deren Anliegen einzugehen.

Mit dem Abschluss des Erbbauvertrages soll diese Zusammenarbeit auf eine feste Grundlage gestellt werden. Die Bestellung eines Erbbaurechts schafft erst die Voraussetzungen für den Zugang zu Drittmitteln, die für die Ausführung der im Bauvorbescheid genehmigten Maßnahmen erforderlich sind. Ein weiteres Hinauszögern der Angelegenheit dient weder den Interessen des Denkmals Burg Limperich noch den örtlichen Vereinen. Die Zukunft gehört nicht leblosen Denkmalruinen sondern einem mit Leben erfüllten und damit wirkungsvoll geschützten Denkmal. Hierfür steht die IGBF.