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Partnerschaftstreffen der Ortsverbände Bonn (G03) und Potsdam (Y09)

Vom 30.09. bis zum 03.10. kamen OM und YLs der Ortsverbände Bonn ( G03) und Potsdam (Y09) zu ihrem 21. Partnerschaftstreffen seit der Wende zusammen. In diesem Jahr hatten die Funkfreundinnen und –freunde aus Potsdam die Organisation übernommen und ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das über den engeren Amateurfunkbereich hinaus einen weiten Bogen von der preußischen Geschichte bis in die Gegenwart spannte und auch Facetten der modernen Dienstleistungsgesellschaft einschloss. Kann man sich etwas besseres wünschen, um seinen  Horizont zu erweitern?

Ein Ausflug  führte die Teilnehmer nach Sacrow, das für Funkamateure fast eine Art Pilgerstätte ist. An der Heilandskirche in Sacrow experimentierten Prof. Adolf Slaby und Georg Graf von Arco 1897 mit einem Funkensender und einer einfachen Antennenanlage. In Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II gelang die erste  Funkverbindung in Deutschland. Der Versuch wurde 1997 an derselben Stelle mit rekonstruierten Geräten  wiederholt. Es muss nach Berichten von Augenzeugen sehr eindrucksvoll gewesen sein, die Funken des Induktor-Senders zu sehen und zu hören.  Sacrow ist im übrigen ein beliebtes Ausflugsziel für die Berliner und Potsdamer, die an diesem schönen Oktobersonntag zu Hunderten als  Auto-oder Radfahrer oder als Wanderer in den Ort und seine Umgebung einfielen.

Etwas ruhiger ging es beim Besuch der Contest-Station von Y09 zu. Sie liegt inmitten  einer Apfelplantage bei Marquardt. Ein umgebauter Lastwagen dient  als Funkkshack und die Masten  für die Antennen ragen aus einem grünen Meer von Apfelbäumen empor. Von dieser idealen Umgebung aus haben die Mitglieder von Y09 beachtliche Contesterfolge erzielt.

Die Distanz von Marquardt nach Caputh ist nicht groß. Aber mit dem Besuch des Einstein-Hauses, das die Teilnehmer des Partnerschaftstreffens unter kompetenter Führung besichtigten, wurden sie mit einer ganz anderen Dimension der Naturwissenschaften konfrontiert. Caputh  war einer der wenigen Plätze, an denen sich Einstein wirklich wohlfühlte.  Sicherlich wäre er dort auf lange Zeit geblieben, wenn er nicht 1933 durch das NS-Regime zur Emigration gezwungen worden wäre.

Die Besichtigung des Schlosses Caputh führte die Teilnehmer in die kurfürstlich-königliche  Vergangenheit Preußens. Im Schloss, das ein kleines Juwel des Frühbarocks ist, beeindruckte besonders der Fliesensaal mit seinen Tausenden von holländischen Fliesen.

Wie sich Berlin seit den Zeiten des Großen Kurfürsten entwickelt hat, konnten die Funkfreundinnen und – freunde bei einer Schiffstour auf der Spree durch den Stadtkern von Berlin erleben.  Die Potsdamer Funkfreunde hatten konnten darüber hinaus eine Besichtigung des Reichstags und des Paul-Löbe-Hauses arrangiert, die einen ausführlichen Blick in die Arbeit des deutschen Parlaments gewährte.

Eine andere Facette der jüngeren Geschichte zeigte das Luftwaffen-Museum der Bundeswehr in Berlin-Gatow, das zahlreiche Fluggeräte und andere Ausrüstungsgegenstände  präsentiert - von den Fokker-Jagdflugzeugen des ersten  und der  Me 109 des 2. Weltkrieges bis hin zu den Migs, Mirages und Co der jüngeren Luftfahrtgeschichte. Der  Tower von Berlin-Gatow beherbergt auch die Clubstation DK0GSK.

Für den modernen Dienstleistungssektor steht die SDI Media Germany in Berlin, die u. a. Filme synchronisiert.. Dank besonderer Beziehungen hatten die Teilnehmer des Partnerschaftstreffens Gelegenheit, das Unternehmen zu besuchen und die verschiedenen Schritte zu verfolgen, die zur Herstellung einer synchronisierten Fassung führen. Einige aus der Gruppe durften sich als Synchronsprecherinnen oder – sprecher  versuchen und – siehe da!- es zeigten sich ungeahnte Talente.

Besteht noch die Notwendigkeit zu erwähnen, dass die Organisatoren auch fürstlich für das leibliche Wohl gesorgt hatten? Das ist bei den Potsdamer Funkfreunden und vor allem ihren XYLs eigentlich schon selbstverständlich. Die Steaks am Grillabend waren echte Klasse.

Als besonders nette Geste ist die Ehrung von Helmut, DL3KBQ, für seine Moderation der Bonn-Potsdam-Runde zu verzeichnen. Er erhielt einen geschmackvoll gearbeiteten Pokal mit Weltkugel, DARC-Emblem und einer Widmung,. Daneben wurde ihm eine rote Mütze mit der Auflage überreicht, sie bei jeder Bonn-Potsdam-Runde im Shack zu tragen.

Wieder einmal hat das Treffen in Potsdam bestätigt, dass die Partnerschaft zwischen Y09 und G03 eine mit Leben erfüllte Tradition geworden ist. Sie ist eng mit der deutschen Einigung verbunden, hat aber inzwischen auch ein dynamisches Eigenleben entwickelt, das die Bonner und Potsdamer OM und YLs und nicht zu vergessen die XYLs dauerhaft und freundschaftlich verbindet. Alle Beteiligten hoffen, dass diese Tradition noch lange fortgesetzt werden kann.

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Helmut (DL3KBQ)